Projekte
Die Stiftung rauchfrei leben fördert Projekte, die gesellschaftliche Prozesse anstoßen, damit Rahmenbedingungen für eine rauchfreie Umwelt geschaffen werden. Wir unterstützen demokratische Protestformen gegen Passivrauch, Tabakwerbung, freien Verkauf von Tabak an Kinder und Jugendliche und für höhere Tabaksteuern.
Am Schwarzen Brett in der Freien Universtität ein Plakat für Frische Luft in Berlin
2010
Volksinitiative Frische Luft für Berlin
Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Jahres 2010 stand die Unterstützung der Volksinitiative Frische Luft für Berlin, die sich für eine Verbesserung des Berliner Nichtraucherschutzgesetz einsetzt und Unterschriften für ein Rauchverbot ohne Ausnahme in der Gastronomie und für ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen sammelt. Die Stiftung hat der Volksinitiative den Druck der Unterschriftslisten sowie den Druck von Flyern und Plakaten finanziert. Durch die Unterstützung vieler Spender konnten auch Anzeigen in den Tagenszeitungen sowie Werbung im U-Bahnfernsehen Berliner Fenster geschaltet werden.
Förderung der Protestveranstaltung im Otto-Suhr-Institut zum Auftritt von Marianne Tritz
Der Auftritt von Marianne Tritz im Rahmen einer Ringvorlesung "Public Affairs - Die neue Welt des Lobbyismus" am 03.05.2010 war dort angekündigt worden: "Marianne Tritz schildert den ebenso wenig glamourösen wie skandalösen Alltag und die speziellen Herausforderungen des Industrieverbandes im politischen Geschehen der Hauptstadt". Diesem Auftritt wurde eine Inszenierung entgegen gesetzt, die "Verkleidung" der Akteure wurde von der Stiftung finanziert.
Jeffrey Wigand zum Nichtrauchertag in Berlin
Einen großen Höhepunkt bildete in der ersten Jahreshälfte der Besuch von Jeffrey Wigand zum Weltnichtrauchertag. Auf Einladung einer Schule diskutierte Jeffrey Wigand mit den Schülerinnen und Schülern über seine Erfahrungen als ehemaliger Chemiker der Tabakindustrie und Kronzeuge gegen deren Machenschaften. Mit ihm fanden eine Reihe von Aussprachen, an der zahlreiche Gäste teilnahmen, sowie eine Pressekonferenz im Café Einstein mit finanzieller Unterstützung der Stiftung statt. Vor dem Café Einstein und damit wegen der identischen Anschrift vor dem Sitz des Deutschen Zigarettenverbandes wurde durch eine von der Stiftung geförderte Aktion, bei der die Umrisse von Körpern auf das Pflaster mit Kreide gezeichnet wurde, das Interesse der Passanten auf das Thema Weltnichtrauchertag und die vielen Tabaktoten gelenkt.
2009
Volksbegehren in Bayern
Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt das Volksbegehren in Bayern "Für echten Nichtraucherschutz" durch einen finanziellen Beitrag an die Nichtraucher-Initiative München. Das Volksbegehren richtet sich gegen das Gesetz zur Abschaffung des Nichtraucherschutzes.
Ausstellung der Kampagne Rauchzeichen
Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt durch die Übernahme der Kosten für einen Rollup "Tabakkonsum und Gesundheitsrisiken" die Ausstellung "Big Tobacco: Profits & Lies. Tabakanbau im globalen Süden", die außer den grundlegenden Informationen zum Tabakanbau und Tabakkonsum, den sozioökonomischen und ökologischen Folgen und den Bedingungen der Produktion auch die Akteure des Tabakhandels und der Zigarettenproduktion sowie einige Fallbeispiele (Malawi, Brasilien, Indien) und mögliche Alternativen und Handlungsoptionen (Tabakrahmenkonvention und individuelle Aktionsmöglichkeiten) zeigt.
Plakatwettbewerb "Tabakindustrie ködert Kinder"
Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt den Plakatwettbewerb "Tabakindustrie ködert Kinder" des Forum Rauchfrei, zu dem Studierende der Fachrichtung Grafikdesign aus mehreren Ländern über 700 Plakate einreichen. Am 28.05.2009 werden die Preisgelder von insgesamt 10.000,00 Euro in der Berliner Akademie der Künste vergeben. Schirmherr der Wettbewerbs ist Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste. Wir fördern den Wettbewerb, um die Machenschaften der Tabakindustrie möglichst breit bekannt zu machen.
2008

Marianne Tritz
nimmt die auf
Kinderspielplätzen
eingesammelten
Zigarettenkippen
entgegen.
Protest gegen "Vorwärts"
Am 18.10.2008 unterstützt die Stiftung rauchfrei leben den Protest gegen die im SPD-Parteiblatt gezeigte Tabakwerbung. Obwohl Tabakwerbung in Zeitschriften bereits seit 2007 verboten ist (§ 21a Abs. 3 S. 1 Vorläufiges Tabakgesetz), zeigt der Vorwärts regelmäßig Werbung für Tabakkonzerne. Deshalb übernimmt die Stiftung die Kosten eines Flugblatts, das auf dem im Hotel Estrel in Berlin stattfindenden SPD-Parteitag verteilt wird.
Demo zum Weltnichtrauchertag
Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt die Demo zum Weltnichtrauchertag 2008 vor dem neuen Sitz des Deutschen Zigarettenverbandes Unter den Linden 42 in Berlin. Dort werden der neuen Vorsitzenden Marianne Tritz 10.000 auf Kinderspielplätzen gesammelte Zigarettenkippen in einer von der Stiftung rauchfrei leben finanzierten Kinderspielkiste präsentiert, die ihr dann vor die Füße gekippt werden. Auf Kosten der Stiftung erinnert während der Demo ein aus einem Requisitenfundus ausgeliehener Sarg an die jährlich 140.000 Tabaktoten. Auch die Anfertigung eines Plakates, das gegen Kippen auf Kinderspielplätzen protestiert, wird von der Stiftung durch die Übernahme der Kosten für den Druck unterstützt.
Demo zur Verleihung des Liberty Award
Wie im Vorjahr unterstützt die Stiftung rauchfrei leben am 9. 04. 2008 die Demo zur Verleihung des Reemtsma-Preises Liberty Award durch die Übernahme von Kosten für Flugblätter.
2007
Demo zur Verleihung des Liberty Award
Am 22. 03. 2007 unterstützt die Stiftung rauchfrei leben die Demo zur Verleihung des Reemtsma-Preises Liberty Award durch Übernahme von Kopierkosten. Der Protest richtet sich gegen die Preisvergabe, weil der Zigarettenkonzern den Begriff der Freiheit für seine rücksichtslosen Geschäfte missbraucht. Der Zigarettenkonzern versucht, mit dem Freiheitspreis der Gesellschaft vorzumachen, dass das Rauchen etwas mit Freiheit zu tun habe. Dabei handelt es sich um eine durchsichtige Masche, sich die Gunst der Presse zu erwerben.
In Wirklichkeit verkündet Reemtsma die Freiheit zu Krankheit und Tod. Seit Jahren versucht die Tabakindustrie positive Begriffe wie Freiheit, Genuss und Abenteuer zu besetzen, um davon abzulenken, dass sie für das genaue Gegenteil steht: Für zwanghaftes Rauchen, Krankheit und Tod und die Verführung von Kindern zum Rauchen.
Die Demonstration deckt die Scheinheiligkeit der Reemtsma-Party auf. Die Freunde der Tabakkonzerne sollen sich ertappt fühlen und sich schämen, wenn sie Sekt, Häppchen und Unterhaltung des Zigarettenproduzenten annehmen.
Plakatwettbewerb "Deutschland - Tabakwunderland"
Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt den vom Forum Rauchfrei in Kooperation mit der Universität der Künste und den Gesundheitsstadträten und Gesundheitsstadträtinnen der Bezirksämter Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf veranstalteten Plakatwettbewerb. Der Wettbewerb hat das Ziel, die Einflussnahme der Tabakindustrie auf die Politik und die Gefahr des Passivrauchens für die Bevölkerung sichtbar zu machen. Der Schirmherr des Plakatwettbewerbs, Prof. Klaus Staeck, stellt am 23.02.2007 im Haus der Bundespressekonferenz während der Preisverleihung fest, dass die enge Verflechtung zwischen Tabakindustrie und Politik einen deutlichen Ausdruck in den Entwürfen der Wettbewerbsteilnehmer gefunden hat. Die Plakatentwürfe würden einen Blick hinter die Kulissen der gegenwärtigen Auseinandersetzung über rauchfreie Verwaltung und Gaststätten eröffnen. Er sieht darin eine Fortführung der guten Tradition von Plakatkünstlern, bei wichtigen Themen der Zeitgeschichte Partei zu ergreifen. Prof. Gunter Rambow, Präsident der Wettbewerbs-Jury, hob hervor, dass die Kunststudenten und Kunststudentinnen der UdK ohne diplomatische Verschlüsselung auf das Beziehungsgeflecht der Tabakindustrie zu den Entscheidungsebenen in den Parteien, Fraktionen des Bundes und der Länder verweisen. Johannes Spatz freut sich, dass die Studenten und Studentinnen den verantwortlichen Politikern in aller Öffentlichkeit einen Spiegel vorhalten.
