Projekte

Die Stiftung rauchfrei leben fördert Projekte, die gesellschaftliche Prozesse anstoßen, damit Rahmenbedingungen für eine rauchfreie Umwelt geschaffen werden. Wir unterstützen demokratische Protestformen gegen Passivrauch, gegen Tabakwerbung, gegen Verkauf von Tabak an Kinder und Jugendliche und wir fordern deutlich höhere Tabaksteuern. Die genannten Projekte sind nicht vollständig, sie stehen beispielhaft für die von der Stiftung rauchfrei leben geförderten Projekte.

Tabakplakatwerbung an einer Litfasssäule mit einem roten Kreuz durchgestrichen
Die Stiftung rauchfrei leben fördert Projekte gegen Tabakwerbung

2018

Protest gegen Werbung mit der Fußballweltmeisterschaft

Eine bis zur endgültigen Verbannung von Tabakwerbung währende Aufgabe sieht die Stiftung in dem Protest gegen Tabakwerbung, die gegen die gesetzlichen Regelungen verstößt. Die Tabakindustrie setzt sich über diese Regeln hinweg, weil sie entgegen ihren Beteuerungen ihre Werbung gezielt an junge Menschen richtet. In der Zeit der Fußballweltmeisterschaft tauchte plötzlich überall Tabakwerbung der Firma Reemtsma mit Motiven der Fußballweltmeisterschaft auf. In den Verkaufsstellen gab es Monitore, auf denen die Weltkugel zu sehen war und auf denen die Staaten Brasilien, Spanien und Deutschland mit den Nationalfarben hervorgehoben waren. Der Slogan dazu lautete: "Weltmeister des Geschmack". Dazu wurden dann jeweils unterschiedliche Zigarettenpackungen zum Sammeln angeboten, die sich dadurch unterschieden, dass auf ihnen die Flaggen einzelner Staaten abgebildet waren.

Diese sportbezogene Werbung verstößt gegen § 21 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 Tabakerzeugnisgesetz. Deshalb wurde gegen diese illegale Anzeigenkampagne protestiert und die Werbung, die in Berlin flächendeckend gezeigt wurde, in jedem der Berliner Verwaltungsbezirke zur Anzeige gebracht. Leider wurde erneut deutlich, welche großen Probleme die Tabakkontrolle in Deutschland hat. Trotz immer wieder neuer Aufforderungen und Erinnerungen ließen die zuständigen Behörden die Anzeigen im Sande verlaufen und der Tabakkonzern Reemtsma kam wieder einmal ungeschoren davon.

Die Stiftung steht hinter dem Ziel, absolut jede Tabakwerbung zu verbieten, auch die Werbung am Verkaufsort. Während dies nicht erreicht ist, muss gelten: Solange Tabakwerbung wegen seiner hohen Gefährlichkeit noch nicht insgesamt verboten ist, müssen bei der Auslegung der Gesetze strenge Maßstäbe angelegt werden und Verstöße müssen durch die Kontrollbehörden geahndet werden. Wenn dies nicht geschieht, belegt dieses Versagen der Behörden umso mehr die zwingende Notwendigkeit eines umfassenden Verbots von Tabakwerbung in jeder Form.

Weltnichtrauchertag

Am Weltnichtrauchertag konnte in einer gemeinsamen Aktion von Berlin Werbefrei und Forum Rauchfrei protestiert werden. Statt unzähliger Tabakwerbeplakate, wie die Tabakindustrie sie zeigt, waren zum Weltnichtrauchertag sechs großformatige Plakate mit Aussagen im Stiftungssinne zu sehen. Gezeigt wurden die Plakate mit zwei verschiedenen Motiven vor dem Brandenburger Tor, vor der Zentrale des Tabakkonzerns Philip Morris in der Friedrichstraße und vor der CDU-Parteizentrale in der Klingelhöfer Straße 8 in Berlin-Tiergarten.

Eines der Plakate zeigte Volker Kauder, der während seines Fraktionsvorsitzes für die Verhinderung des Tabakwerbeverbots verantwortlich war. Auch wenn Volker Kauder in der CDU-Zentrale nicht selbst anwesend war - wie man uns sagte -, wurde unsere Aktion aufmerksam beobachtet, jedenfalls von den zahlreich erschienenen Polizeibeamten.

Auch Kirsten Kappert-Gonther, MdB, war zu der Demonstration zum Weltnichtrauchertag vor das Brandenburger Tor gekommen. Sie hatte kurz zuvor den Gesetzentwurf von Bündnis 90/Die Grünen zum Tabakwerbeverbot in den Bundestag eingebracht und tritt für ein Verbot der Außenwerbung für Zigaretten und andere Tabakprodukte ein.

Eintreten für Nichtraucherschutz

Teilnahme an der Veranstaltung "Herausforderungen der Tabakprävention in Berlin" am 22. November 2018 und Einfordern einer konsequenten Überarbeitung des Berliner Nichtraucherschutzgesetzes, insbesondere Durchsetzung von Rauchfreiheit in Diskotheken, in Krankenhäusern und in direkter Nähe von Behördeneingängen. Es wurde ein Rauchverbot gerade auch im Eingangsbereich der Senatsverwaltung für Gesundheit gefordert, so dass als erster Schritt zur Umsetzung die dort einladend bereit stehenden Aschenbecher abmontiert werden müssten. Es müsse eine Sensibilisierung dafür stattfinden, dass Aschenbecher bzw. Raucherinseln auf dem Gelände von Krankenhäusern als Einladung zum Rauchen verstanden werden. Kranke Menschen profitierten besonders von einem Rauchstopp und das Aufgeben des Rauchens würde durch ein uneingeschränktes Verbot sehr erleichtert. Auch im Interesse von Kindern setzt sich die Stiftung für ein striktes Rauchverbot in Krankenhäusern ein, denn Kinder müssen noch dringlicher als Erwachsene auch im Freien vor Rauch geschützt werden. Gleichzeitig ist ein Gegensteuern erforderlich, damit Kinder nicht den Eindruck erhalten, dass Rauchen "normal" ist und überall geduldet wird und sie sogar im Krankenhaus Vorkehrungen erleben, die das Rauchen ermöglichen. Ein wichtiges Ziel der Stiftung ist die Denormalisierung des Rauchens!

Shisha-Rauchen

Die großen Gesundheitsgefahren durch Shisha-Rauchen waren ebenfalls ein wichtiges Thema, zu dem eine fachliche kritische Meinung geäußert wurde. Auf einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses konnten die besonders starken Gesundheitsgefahren hervorgehoben werden.

2017

Fortsetzung der Kampagnen- und Projektarbeit zu Tabakwerbung

Das von dem Aktionszentrum des Forum Rauchfrei angestoßene Verfahren gegen die Tabakfirma Pöschl, die auf ihrer Webseite rechtswidrig für Tabak geworben hatte, kam am 5. Oktober 2017 zum Abschluss. Drei Jahre nach der Anzeige bestätigte der Bundesgerichtshof, dass es sich bei den beanstandeten Abbildungen um unzulässige Tabakwerbung handele und untersagte dem Tabakkonzern die Verwendung der angezeigten Tabakwerbung.

Neues Thema: Verdecken der Warnhinweise

Von den Tabakkonzernen trickreich erdacht: Verdecken der vorgeschriebenen Warnhinweise durch "Vorsteckkarten". Dagegen wurde durch Proteste und Anzeigen vorgegangen, auch beim Verkauf aus Tabakautomaten. Zahlreiche Verstöße wurden dokumentiert. Es wurden rechtliche Bewertungen eingefordert, Rechtsgutachten bewertet, Presseerklärungen verfasst. Diese Aktivitäten führten zu der Befassung einer länderübergreifenden Kommission mit diesem Problem, dennoch konnte keine rechtmäßige Praxis bei dem Verkauf von Zigaretten erreicht werden. Zigaretten werden noch immer in einer Weise verkauft, dass der Käufer die Warnung erst wahrnehmen kann, wenn er die Zigaretten bereits gekauft hat und die Warnung keine Wirkung mehr entfalten kann. Inzwischen sind mehrere Verfahren gerichtlich anhängig, auf deren Entscheidung gewartet werden muss.

Kongress Armut und Gesundheit

Politiker von CDU (Rudolf Henke), SPD (Helga Kühn-Mengel), Bündnis 90/Die Grünen (Harald Terpe) und der Partei Die Linke (Helga Ebel) diskutierten am 17.03.2017 auf dem Kongress Armut und Gesundheit bei der von der Stiftung unterstützten Veranstaltung über das blockierte Tabakwerbeverbot, das Verdecken der Warnbilder und das Thema "Rauchen und Armut".

Weltnichtrauchertag

Die Proteste richteten sich gegen Tabakwerbung und gegen die Blockadepolitik von Volker Kauder.

Tabakmesse in Dortmund

Protest gegen die Tabakmesse Intertabac in Dortmund. Die Gruppe der Protestierenden vor den Konferenztüren war klein, aber jeder der Teilnehmenden wusste, dass der Protest ganz und gar berechtigt war.

Konferenz für Tabakkontrolle

Wie immer einer der Höhepunkte des Jahres: Teilnahme an der Konferenz des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

2016

Fortsetzung der Kampagnen- und Projektarbeit zu Tabakwerbung

Konferenzteilnahmen/Fachforen

Die Konferenz "Bekämpfung der Taktik der Tabakindustrie" fand in Brüssel statt, daran anschließend das Seminar "Capacy Buildung zu 5.3 FCTC". Beide internationale Veranstaltungen waren anregend und sehr gewinnbringend. Durch die von der Stiftung geförderte Teilnahme eines Mitarbeiters des Aktionszentrums des Forum Rauchfrei war der Besuch des Seminars besonders effektiv, da dieser hervorragende englische Sprachkenntnisse hat.

Am 17.03.2016 fand in Berlin im Rahmen des Kongresses Armut und Gesundheit ein Fachforum statt: "Einflussnahme der Tabak-, Pharma- und Lebensmittelindustrie auf die Gesundheitsgesetzgebung". An der von der Stiftung unterstützten Veranstaltung nahmen Renate Künast und Dr. Christiane Fischer von MEZIS teil.

Teilnahme an der Konferenz des DKFZ in Heidelberg mit dem Beitrag "Der Kampf gegen die Tabakindustrie und ihre Freunde". Auf dieser Konferenz wurde von allen Konferenzteilnehmern ein sofortiges Tabakwerbeverbot gefordert.

2015

Kampagnen zum Tabakwerbeverbot

Die Stiftung rauchfrei leben unterstützte die Durchführung von Protesten gegen Tabakplakataußenwerbung, erstattete zahlreiche Anzeigen wegen gesetzwidriger Tabakwerbung, führte viele Gespräche, auch in Bundesministerien und mit Mitgliedern des Bundestages.

Öffentlichkeitsarbeit durch Videos

Auch auf neuen Wegen, nämlich durch das Herstellen von Videofilmen, die auf Youtube eingestellt wurden, konnten viele jugendliche Zuschauer erreicht werden. Wir brauchen eine Sensibilisierung gerade der jungen Menschen für die extremen Gesundheitsgefahren durch Tabak, damit der Gebrauch von Tabak denormalisiert wird.

Erneut: Protest gegen Liberty Award

Auch im Jahr 2015 wurde mit Unterstützung der Stiftung rauchfrei leben gegen die Verleihung des Liberty Award durch den Tabakkonzern Reemtsma protestiert, weil es sich dabei um eine Marketingveranstaltung, also um Tabakwerbung handelt.

Kongress Armut und Gesundheit

Am 06.03.2015 fand auf dem Kongress Armut und Gesundheit die Veranstaltung "Widerstand gegen die Tabakindustrie als Beispiel wirksamer Gesundheitsförderung" ein aufgeschlossenes interessiertes vor allem junges Publikum. Veranstaltungen wie diese fördern sehr die Denormalisierung des Rauchens.

Tabakproduktrichtlinie

Es wurde eine Stellungnahme zur Tabakproduktrichtlinie und zur Neufassung des Tabakgesetzes erarbeitet und verbreitet.

Aufklärung über die Gefahren von Shishas und E-Zigaretten

Beratung von Bürgern bei Nachbarschaftskonflikten wegen Tabakrauch

2014

Podiumsdiskussion "Keine E-Zigaretten und E-Shishas für Kinder und Jugendliche"

Die Stiftung rauchfrei leben unterstützte die Durchführung einer Podiumsdiskussion im Rathaus Kreuzberg am 14.05.2014 zu den Gefahren von E-Zigaretten und E-Shishas, bei der von Experten wegen der Gefährlichkeit dieser Produkte ein gesetzliches Verbot des Gebrauchs in Schulen gefordert wurde. Als Sofortmaßnahme muss eine sofortige Anweisung der Schulbehörde an die Schulen erfolgen, damit diese den Gebrauch von E-Zigaretten und E-Shishas an den Schulen im Rahmen des Hausrechts untersagen.

Protest gegen Liberty Award

Am 11.04.2014 wurde mit Unterstützung der Stiftung rauchfrei leben gegen die Verleihung des Liberty Award durch den Tabakkonzern Reemtsma protestiert, weil es sich dabei um eine Marketingveranstaltung handelt.

Studie "Tabakwerbung jetzt stoppen!"

Die Studie "Do ist yourself: Bezirke und Städte verbannen Tabakwerbung von ihrem Grund und Boden" konnte weiterentwickelt werden, nachdem sich über Parteigrenzen hinweg immer mehr Politiker gegen Tabakwerbung auf kommunalem Boden positionieren. Die Stiftung rauchfrei leben finanziert die Neuauflage der Veröffentlichung.

Kongress Armut und Gesundheit

Am 13. und 14.03.2014 fand in Berlin zum 19. Mal der Kongress Armut und Gesundheit statt. Die Veranstaltung "Ein Tabakwerbeverbot als nachhaltige gesundheitspolitische Maßnahme" wurde von der Stiftung rauchfrei leben unterstützt.

Johannes und Yosef
Johannes und Yosef freuen sich

Protest gegen Tabakmesse Inter-tabac ASIA

Den Jahresanfang bestimmte der Protest gegen die Tabakmesse Inter-tabac ASIA, deren Durchführung von der Messegesellschaft Westfalenhallen GmbH - einer Gesellschaft der Stadt Dortmund - in Indonesien geplant war.

Dieses wichtige Projekt, an dem die Stiftung rauchfrei leben beteiligt war, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Am 24.02.2014 teilte die Westfalenhallen Dortmund GmbH kurz vor dem geplanten Beginn die Absage der Tabakmesse auf Bali mit.

Mit der Durchführung des Projektes waren besonders viele neue und sehr schöne Erfahrungen verbunden. Die Stiftung rauchfrei leben hat den Protest durch die Bereitstellung der erforderlichen Mittel unterstützt. Ein großer Posten war dabei die Finanzierung der Reise von Yosef Rabindanata Nugraha von der Indonesischen Tabakkontrollorganisation "Indonesia Bebas Rokok" nach Berlin und Dortmund. Seine Anwesenheit war uns eine große Freude und hat viel zu dem Erfolg des Projektes beigetragen.



2013

Weltnichtrauchertag

Anlässlich des Weltnichtrauchertages wurde auf dem Pariser Platz und vor verschiedenen Bundesministerien gegen Tabakwerbung demonstriert. Damit die 2 x 3 m große Protestleinwand dort gezeigt werden konnte, übernahm die Stiftung die Transportkosten.

Tabakwerbung

Es wurden verschiedene Protest-Aktionen gegen Tabakwerbung unterstützt, u. a. gegen Werbung im Internet, vor Kindertagesstätten, in einer Mensa des Berliner Studentenwerks und vor einer Hochschule in Nürnberg. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Maybe-Werbekampagne gewidmet, die sich erkennbar an besonders junge Zigarettenkunden richtete.

Kommunale Tabakwerbung

Mit Hilfe der Stiftung rauchfrei leben wurde die Studie "Do it yourself: Bezirke und Städte verbannen Tabakwerbung von ihrem Grund und Boden" durchgeführt und veröffentlicht. Sie führte zu dem Erfolg, dass in mehreren Berliner Bezirken in neuen Verträgen Tabakwerbung ausgeschlossen wird.

Protest gegen Inter-tabac Dortmund

Die Stiftung rauchfrei leben hat die intensiven Proteste gegen die Inter-tabac Dortmund und die Inter-tabac-ASIA der städtischen Westfalenhallen Dortmund unterstützt. Es konnte ein Werkvertrag geschlossen werden, um diesen Protest zu planen und zu organisieren. Der Kampagne haben sich mehr als 35 Organisationen - darunter ärztliche Berufsverbände -, und auch mehrere Bundestagsabgeordnete angeschlossen.

Jurymitgliedschaft von Kuratoriumsmitgliedern der Krebsstiftung bei Tabakkonzern

Gegen die Partnerschaft zwischen dem Tabakkonzern Reemtsma als Veranstalter des Liberty Award und der Berliner Krebsgesellschaft fand eine Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung statt. Die Stiftung rauchfrei leben übernahm Druckkosten für Plakate und Flugblätter.

Kongress Armut und Gesundheit

Die Veranstaltung Gekaufte Politik - Tabaklobbyismus an den Produktionsstandorten Berlin, Bayreuth und Trier auf dem Kongress Armut und Gesundheit in Berlin fand mit Unterstützung der Stiftung rauchfrei leben statt.

2012

Berliner Clubstudie

Die Stiftung rauchfrei leben konnte ein Institut der Technischen Universität mit der Durchführung einer empirischen Studie beauftragen, mit der erstmals seit Inkrafttreten des Berliner Nichtraucherschutzgesetzes untersucht wurde, wie es um eine rauchfreie Umgebung bzw. um das Rauchen in Berliner Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen bestellt ist. Die Studie ergab, dass in mehr als 90 % der Diskotheken und Clubs in Berlin geraucht wird.

"Politik im Griff der Tabakindustrie"

Die Stiftung rauchfrei leben unterstützte die Herstellung und den Druck der Veröffentlichung "Politik im Griff der Tabakindustrie". Das 130 Seiten starke Werk zeigt in 15 Beiträgen auf, mit welchen Strategien - darunter Vereinnahmung, Unterwanderung, Zweifel, Leugnung und blanke Aggression - die Tabakindustrie ihre Ziele verfolgt. Hinzu kommen Plakate, die im Rahmen der von der Stiftung rauchfrei leben geförderten Plakatwettbewerbe in der Jahren 2007 und 2009 entstanden waren.

Protest gegen für Tabak werbenden Ärztekammerpräsidenten

Protest gegen das Auftreten des Berliner Ärztekammerpräsidenten Dr. Günther Jonitz, der sich einem Tabakhändler als Redner zur Verfügung stellte und für "Genussrauchen" eintrat. Gegen diese Verharmlosung der Gefahren durch Tabak finanzierte die Stiftung rauchfrei leben Plakate und Flugblätter, die auf einer Veranstaltung im Berliner Abgeordnetenhaus gezeigt bzw. verteilt wurden.

Aktion gegen öffentliches Rauchen von Helmut Schmidt

Auf dem Umweltmarkt am Oranienplatz in Kreuzberg wurde mit Unterstützung der Stiftung rauchfrei leben, die die Kosten für Flugblätter, Plakatherstellung, Atemmasken und Trockeneis übernommen hatte, gegen das zu Gunsten der Tabakindustrie werbewirksame öffentliche Zigarettenrauchen des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt protestiert.

Protest gegen Sponsoring des ZDF-Sommertreffs

Weil das ZDF sich Sponsorengelder des Tabakkonzerns Philip Morris zahlen ließ, um sein Sommerfest zu gestalten, wurde im Eingangsbereich der Feier mit einem Plakat und Flugblättern protestiert. Diese von der Stiftung rauchfrei leben finanzierte Aktion zog sogar die Aufmerksamkeit der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf sich. Das ZDF erklärte, es werde für zukünftige Sommerfeste keine Gelder von der Tabakindustrie mehr entgegen nehmen.

2011

Erfolgreiche Volksinitiative

Wie schon im Jahr 2010 war die Unterstützung der Volksinitiative Frische Luft für Berlin auch im Jahr 2011 das zentrale Thema. Für die Volksinitiative wurden noch mehr Plakate, Aufkleber, Luftballons und Kugelschreiber finanziert. Es wurden Stehtische gebraucht, auf denen die Unterschriftslisten ausgefüllt werden konnten, ebenso wie Klemmbretter, auf denen die Unterschriften gesammelt wurden. Es mussten Sondernutzungsgebühren für einen Stand in der Fußgängerzone der Wilmersdorfer Straße, wo trotz Winterkälte jeweils sonnabends gesammelt wurde, bezahlt werden. Damit das Aktionszentrum des Forum Rauchfrei die zahlreichen Bitten, Unterschriftslisten zu übersenden, erfüllen konnte, wurden Papier, Druckertinte und Porto benötigt und von der Stiftung rauchfrei leben finanziert. Schließlich gab die Stiftung rauchfrei leben das Geld für blaue Schleifen, damit die vielen Bündel mit den Unterschriftslisten fotowirksam an den Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper übergeben werden konnten.

Es waren 27.000 Unterschriften gesammelt worden und die Volksinitiative Frische Luft für Berlin war erfolgreich! Das Berliner Abgeordnetenhaus musste sich mit den Vorschlägen für einen konsequenten Nichtraucherschutz auseinandersetzen.

2010

Volksinitiative Frische Luft für Berlin

Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Jahres 2010 stand die Unterstützung der Volksinitiative Frische Luft für Berlin, die sich für eine Verbesserung des Berliner Nichtraucherschutzgesetz einsetzt und Unterschriften für ein Rauchverbot ohne Ausnahme in der Gastronomie und für ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen sammelt. Die Stiftung hat der Volksinitiative den Druck der Unterschriftslisten sowie den Druck von Flyern und Plakaten finanziert. Durch die Unterstützung vieler Spender konnten auch Anzeigen in den Tagenszeitungen sowie Werbung im U-Bahnfernsehen Berliner Fenster geschaltet werden.

Förderung der Protestveranstaltung im Otto-Suhr-Institut zum Auftritt von Marianne Tritz

Der Auftritt von Marianne Tritz im Rahmen einer Ringvorlesung "Public Affairs - Die neue Welt des Lobbyismus" am 03.05.2010 war dort angekündigt worden: "Marianne Tritz schildert den ebenso wenig glamourösen wie skandalösen Alltag und die speziellen Herausforderungen des Industrieverbandes im politischen Geschehen der Hauptstadt". Diesem Auftritt wurde eine Inszenierung entgegen gesetzt, die "Verkleidung" der Akteure wurde von der Stiftung finanziert.

Jeffrey Wigand zum Nichtrauchertag in Berlin

Einen großen Höhepunkt bildete in der ersten Jahreshälfte der Besuch von Jeffrey Wigand zum Weltnichtrauchertag. Auf Einladung einer Schule diskutierte Jeffrey Wigand mit den Schülerinnen und Schülern über seine Erfahrungen als ehemaliger Chemiker der Tabakindustrie und Kronzeuge gegen deren Machenschaften. Mit ihm fanden eine Reihe von Aussprachen, an der zahlreiche Gäste teilnahmen, sowie eine Pressekonferenz im Café Einstein mit finanzieller Unterstützung der Stiftung statt. Vor dem Café Einstein und damit wegen der identischen Anschrift vor dem Sitz des Deutschen Zigarettenverbandes wurde durch eine von der Stiftung geförderte Aktion, bei der die Umrisse von Körpern auf das Pflaster mit Kreide gezeichnet wurde, das Interesse der Passanten auf das Thema Weltnichtrauchertag und die vielen Tabaktoten gelenkt.

2009

Volksbegehren in Bayern

Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt das Volksbegehren in Bayern "Für echten Nichtraucherschutz" durch einen finanziellen Beitrag an die Nichtraucher-Initiative München. Das Volksbegehren richtet sich gegen das Gesetz zur Abschaffung des Nichtraucherschutzes.

Ausstellung der Kampagne Rauchzeichen

Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt durch die Übernahme der Kosten für einen Rollup "Tabakkonsum und Gesundheitsrisiken" die Ausstellung "Big Tobacco: Profits & Lies. Tabakanbau im globalen Süden", die außer den grundlegenden Informationen zum Tabakanbau und Tabakkonsum, den sozioökonomischen und ökologischen Folgen und den Bedingungen der Produktion auch die Akteure des Tabakhandels und der Zigarettenproduktion sowie einige Fallbeispiele (Malawi, Brasilien, Indien) und mögliche Alternativen und Handlungsoptionen (Tabakrahmenkonvention und individuelle Aktionsmöglichkeiten) zeigt.

Plakatwettbewerb "Tabakindustrie ködert Kinder"

Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt den Plakatwettbewerb "Tabakindustrie ködert Kinder" des Forum Rauchfrei, zu dem Studierende der Fachrichtung Grafikdesign aus mehreren Ländern über 700 Plakate einreichen. Am 28.05.2009 werden die Preisgelder von insgesamt 10.000,00 Euro in der Berliner Akademie der Künste vergeben. Schirmherr der Wettbewerbs ist Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste. Wir fördern den Wettbewerb, um die Machenschaften der Tabakindustrie möglichst breit bekannt zu machen.

2008

Marianne Tritz
Marianne Tritz
nimmt die auf
Kinderspielplätzen
eingesammelten
Zigarettenkippen
entgegen.

Protest gegen "Vorwärts"

Am 18.10.2008  unterstützt die Stiftung rauchfrei leben den Protest gegen die im SPD-Parteiblatt gezeigte Tabakwerbung. Obwohl Tabakwerbung in Zeitschriften bereits seit 2007 verboten ist (§ 21a Abs. 3 S. 1 Vorläufiges Tabakgesetz), zeigt der Vorwärts regelmäßig Werbung für Tabakkonzerne. Deshalb übernimmt die Stiftung die Kosten eines Flugblatts, das auf dem im Hotel Estrel in Berlin stattfindenden SPD-Parteitag verteilt wird.

Demo zum Weltnichtrauchertag

Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt die Demo zum Weltnichtrauchertag 2008 vor dem neuen Sitz des Deutschen Zigarettenverbandes Unter den Linden 42 in Berlin. Dort werden der neuen Vorsitzenden Marianne Tritz 10.000 auf Kinderspielplätzen gesammelte Zigarettenkippen in einer von der Stiftung rauchfrei leben finanzierten Kinderspielkiste präsentiert, die ihr dann vor die Füße gekippt werden. Auf Kosten der Stiftung erinnert während der Demo ein aus einem Requisitenfundus ausgeliehener Sarg an die jährlich 140.000 Tabaktoten. Auch die Anfertigung eines Plakates, das gegen Kippen auf Kinderspielplätzen protestiert, wird von der Stiftung durch die Übernahme der Kosten für den Druck unterstützt.

Demo zur Verleihung des Liberty Award

Wie im Vorjahr unterstützt die Stiftung rauchfrei leben am 09.04.2008 die Demo zur Verleihung des Reemtsma-Preises Liberty Award durch die Übernahme von Kosten für Flugblätter.

2007

Demo zur Verleihung des Liberty Award

Am 22.03.2007 unterstützt die Stiftung rauchfrei leben die Demo zur Verleihung des Reemtsma-Preises Liberty Award durch Übernahme von Kopierkosten. Der Protest richtet sich gegen die Preisvergabe, weil der Zigarettenkonzern den Begriff der Freiheit für seine rücksichtslosen Geschäfte missbraucht. Der Zigarettenkonzern versucht, mit dem Freiheitspreis der Gesellschaft vorzumachen, dass das Rauchen etwas mit Freiheit zu tun habe. Dabei handelt es sich um eine durchsichtige Masche, sich die Gunst der Presse zu erwerben.

In Wirklichkeit verkündet Reemtsma die Freiheit zu Krankheit und Tod. Seit Jahren versucht die Tabakindustrie positive Begriffe wie Freiheit, Genuss und Abenteuer zu besetzen, um davon abzulenken, dass sie für das genaue Gegenteil steht: Für zwanghaftes Rauchen, Krankheit und Tod und die Verführung von Kindern zum Rauchen.

Die Demonstration deckt die Scheinheiligkeit der Reemtsma-Party auf. Die Freunde der Tabakkonzerne sollen sich ertappt fühlen und sich schämen, wenn sie Sekt, Häppchen und Unterhaltung des Zigarettenproduzenten annehmen.

Plakatwettbewerb "Deutschland - Tabakwunderland"

Die Stiftung rauchfrei leben unterstützt den vom Forum Rauchfrei in Kooperation mit der Universität der Künste und den Gesundheitsstadträten und Gesundheitsstadträtinnen der Bezirksämter Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf veranstalteten Plakatwettbewerb. Der Wettbewerb hat das Ziel, die Einflussnahme der Tabakindustrie auf die Politik und die Gefahr des Passivrauchens für die Bevölkerung sichtbar zu machen. Der Schirmherr des Plakatwettbewerbs, Prof. Klaus Staeck, stellt am 23.02.2007 im Haus der Bundespressekonferenz während der Preisverleihung fest, dass die enge Verflechtung zwischen Tabakindustrie und Politik einen deutlichen Ausdruck in den Entwürfen der Wettbewerbsteilnehmer gefunden hat. Die Plakatentwürfe würden einen Blick hinter die Kulissen der gegenwärtigen Auseinandersetzung über rauchfreie Verwaltung und Gaststätten eröffnen. Er sieht darin eine Fortführung der guten Tradition von Plakatkünstlern, bei wichtigen Themen der Zeitgeschichte Partei zu ergreifen. Prof. Gunter Rambow, Präsident der Wettbewerbs-Jury, hob hervor, dass die Kunststudenten und Kunststudentinnen der UdK ohne diplomatische Verschlüsselung auf das Beziehungsgeflecht der Tabakindustrie zu den Entscheidungsebenen in den Parteien, Fraktionen des Bundes und der Länder verweisen. Johannes Spatz freut sich, dass die Studenten und Studentinnen den verantwortlichen Politikern in aller Öffentlichkeit einen Spiegel vorhalten.

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